Steuerliche und rechtliche Aspekte für Cam-Girls

Als ich mich entschloss als Webcam-Girl zu arbeiten, dachte ich vor allem an die positiven Argumente. Ich konnte mich vor die Kamera begeben, wann ich wollte und entschied selbst, wie viel Geld ich verdiente. Doch die Realität holte mich rasch ein, denn es ist klar, dass man als Selbstständiger auch Steuern zahlen muss und für seine eigene Krankenversicherung verantwortlich ist. Klar war auch, dass es auch einiges gab, wofür ich in Zukunft selbst verantwortlich war. Unter anderem für die

  • behördliche Genehmigung bzw. Gewerbeschein
  • Steuerzahlung
  • Krankenversicherung
  • Zusatzversicherung für Verdientsausfall

Grundsätzlich ist klar, dass ich als selbstständig arbeitende einen Gewerbeschein benötigte. Das kann beim Gewerbeamt beantragt werden und kostet je nach Wohnstadt knapp 25 Euro. Als berufliche Bezeichnung Eurer Tätigkeit könnt Ihr im übrigen einfach „Dienstleistung im Internet“ eintragen.

krankenkasse
Achtet darauf eure Krankenkasse zur Beratung hinzuzuziehen

Das  und bewahrt Euch vor dem Gefühl, dass die Beamten der Behörden genau wissen, was Ihr eigentlich vor der Kamera macht.

Als nächstes musste ich mich beim Finanzamt als Kleinunternehmer anmelden und erhielt eine Steuernummer. Bezüglich der Krankenkasse ist es ratsam, dass Ihr Euch mit der Krankenkasse zusammen setzt, bei der Ihr bereits versichert seid. Eine freiwillige Weiterversicherung ist in jedem Fall eine lohnende Sache und kostet Euch je nachdem was Ihr verdient, zwischen 250 und 400 Euro pro Monat. Sobald das alles geregelt ist, könnt Ihr mit Eurer Show vor der Webcam los legen.

Da ich als selbstständiges Cam-Girl natürlich auch regelmäßig eine Steuererklärung abgeben musste, damit das Finanzamt meine Steuervorschreibung definieren kann, war es mir wichtig, wie ich den Betrag senken kann. Dafür lautet die Devise, die mir gar nicht so unrecht vorkam, ganz einfach: Geld ausgeben. Ein neues Notebook oder eine besser Cam, die ja für meine Arbeit wichtig bzw. sogar entscheidend sind, konnte ich mit Rechnung in die Buchführung aufnehmen.

Ehrlich gesagt, war dafür ein Steuerberater zuständig, denn mit Zahlen habe ich es nicht so und bin etwas unordentlich. Ein Steuerberater lohnt sich für Euch, sobald Ihr monatlich mehr als 1000 Euro verdient. Denn dann macht es Sinn, darauf zu achten, dass der Staat und die Versicherungen nicht zu viel von Eurem Verdienst abbekommen. Klar ist, dass weniger abgezogen wird, je weniger Ihr verdient bzw. Gewinn macht.

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